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Jürgen Sturma - volkskundliche Seiten





Jürgen Sturma - pages on German Folklore





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Auf diesen Seiten steht neben anderen volkskundlichen Themen die bäuerliche Kleidung im Vordergrund, die allgemein als „Tracht“ bezeichnet wird.
Die Schwerpunkte liegen auf der bäuerlichen Kleidung des
Mindener Landes in Nordrhein-Westfalen, des benachbarten Schaumburger Landes in Niedersachsen und des Schönhengster Landes in Mähren (Tschechische Republik).
Während die Mindener und die Schaumburger Trachten große Ähnlichkeiten aufweisen, was mehr auf ihre Entwicklung, als auf ihr letztes allgemeines Erscheinungsbild zutrifft, gehören die Trachten des Schönhengster Landes einem anderen volkskundlichen Großraum an.

Eine volkskundliche Gemeinschaft manifestiert sich nicht nur in der Kleidung, der Tracht, und d eren Tragegewohnheiten, sondern auch auf anderen Ebenen, wie der Sprache, dem Hausbau, den Möbeln, Festen, Gärten usw.

Die volkskundlichen Landschaften decken sich in der Regel nicht mit politischen oder geographischen Einteilungen, sondern orientieren sich an der kirchlichen Zugehörigke
it.

Definition:
"Als Tracht bezeichnet man heute die historische Kleidung der bäuerlichen Dorfgemeinschaften, die zeitlichen, regionalen und konfessionellen Beschränkungen unterlag, nach Anlass und Trauerstufe wechselte und die soziale Herkunft und den Status des Trägers oder der Trägerin repräsentierte. Durch die ungeschriebenen Regeln der Trachtengemeinschaft wurde vorgeschrieben welche Kleidungsstücke und wie sie getragen werden mussten. Die einzelnen Kleidungsstücke sind mit sehr geringen Abweichungen schnittgleich für eine Entwicklungsstufe oder Epoche. Die Trachtenlandschaft folgt eigenen dynamischen Gesetzen bei der Entwicklung neuer Formen."

Für die dörflichen Gemeinschaften des 19. Jahrhunderts standen
Werte im Vordergrund, die für uns heute nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Statt des großen Misthaufens direkt vorn auf dem Hof, der Wohlstand, Fleiß und erfolgreiche Landwirtschaft repräsentierte, steht heute ein Auto vor der Tür, das über monatliche Raten bezahlt wird. Im Frühjahr lagen lange Bahnen des selbstgewebten Leinens auf den Bleichen und zeigten den Nachbarn und Passanten die Früchte des winterlichen Fleißes. Heute kauft man ein im Ausland billig produziertes Kleidungsstück, dass man nach wenigen Monaten wegwirft, weil es unter Umständen gar nicht wertgeschätzt wird. Schöne Kleidung war Luxus, denn entweder wurden die Materialien im Haus hergestellt und die dafür notwendige Zeit aus der Produktion der für das Überleben wichtigen Lebensmittel genommen, oder die Materialien mussten in Zeiten geringen Bargeldflusses gekauft werden.

Die Trachten sind schon lange aus dem dörflichen Biuld verschwunden und werden von Heimatvereinen und Trachtengruppen nur noch zu besonderen Anlässen getragen, wenn überhaupt.


Unter der Rubrik "Quellen und Links" gibt es eine Liste ausgewählter Literatur und Verweise auf andere Internetseiten und Dokumente, wie z.B. das Ausstellerverzeichnis vom Trachtenmarkt in Greding.





The main subject on these pages is about traditional rustic costumes, described with the German term "Tracht", mainly from the 19 century, but you will find as well topics on other folkloric issues, e.g. hand made buttons.
The main emphasis is certainly on the costumes from the Minden county in Northrhine-Westphalia and the adjacent region Schaumburg-Lippe in Lower Saxony. Information is as well available on the traditional rustic costumes from the "Schönhengster Land", till 1946 a German inhabited area in Moravia, Czech Republic.

The costumes from Minden and Schaumburg have undoubtfully the same roots and therefore, some common characteristics, which refer mainly to their development than on the last appearance, which represents the developments of the late 19th century. The costumes from Schönhengst represent a complete different development and show the influence of the late 18th century in particular for the men's clothes.

A folkloric community manifests itself not only in clothing, the costume and their habits, but also on other levels, such as language, building houses, furniture, parties, gardens, etc.

Definition:
"Today, traditional costumes refer to the historical clothes of the rural village communities, which were subject to time, regional and denominational restrictions, changed according to the occasion and level of mourning and represented the social origin and status of the wearer. The unwritten rules of the costume community stipulated which items of clothing and how they had to be worn. The individual items of clothing are cut with very little deviations for a development stage or epoch. The traditional costume landscape follows its own dynamic laws when developing new forms."

For the village communities of the 19th century, the focus was on values ​​that for us today only play a subordinate role. Instead of the large pile of dung in the front of the yard, which represented prosperity, hard work and successful agriculture, today there is a car at the door that is paid in monthly instalments. In spring, long sheets of self-woven linen lay on the bleaches and showed the neighbours and passers-by the fruits of the winter hard work. Today you buy a garment that is cheaply produced abroad and that you throw away after a few months of use because it may not be valued at all. Beautiful clothing was a luxury, because either the materials were manufactured in-house and the time required for this was taken from the production of the food that is important for survival, or the materials had to be bought in times of low cash flow.

The traditional costumes have long disappeared from the village of Biuld and are only worn by local associations and traditional costume groups on special occasions, if at all.


In general the folkloric regions don't match with any political or geographical areas. They depend more on the parish, i.e. on the religious entity. Therefore the parish has to be regarded as the smallest reference area for the same folkloric characteristics.

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Detailliertere Informationen zu den volkskundlichen Landschaften, Trachten und Beiträge zu gesonderten Themen erreichen Sie über das Menü.
Hinweise auf Literatur, Museen, Sammlungen und Internetseiten sind auf der Seite „Quellen und Links“ zu finden.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und Stöbern......



© für alle Fotos: Jürgen Sturma, Minden

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More detailed information on the costumes, the folkloric regions and particular other issues are to be found using the right hand side menu.
References to museums, collections, literature and internet presentations are available on the page „Quellen und Links“.

Have fun reading and rummaging around, although only some pages are bi-lingual yet.



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